bewegde,
die
.
– Wmd. / wobd.; älteres und mittleres Frnhd.; Texte der Mystik und Scholastik.
1.
›körperliche oder sonstige konkret gedachte Bewegung‹;
vgl.  1.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse
15, 12
(
alem.
,
14. Jh.
):
als daz [kindli] mit sinem hobte und bewegte sines liblis gen der zartenden můter enbor vert.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
109, 7
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
die tüewunge oder die bewegde der nidern beginne sint mer etliche geworhten ding denne daz si wurkung sin.
Ebd.
398, 25
:
zuo dem werke dez gotlichen rihtens behöret die liplich bewegde.
2.
s.  6.
3.
›Regung, Gefühlszustand, seelische Verfaßtheit, auch als Motiv für Gutes (meist) oder Böses‹;
vgl.  679.
Bedeutungsverwandte:
, , .

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
2, 42, 1
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
alle die bewegede, dâ wir beweget werden ze minne, dâ beweget uns niht anders wan der heilige geist.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
92, 16
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
der gegenwurf unde die bewegunge des leides, daz ist smertzte, der da befunden wirt von den sinlichen berüerden, also so etwer gewundet wirt. Aber der gegenwurf unde die bewegede der trurikeit, daz ist die schedelich ding oder daz übel, daz da inwendig begriffen wirt.
Ebd.
153, 32
:
die minne, dü da ist ein erste bewegde dez willen in etwaz.
Schmidt, Rud. v. Biberach
43, 17
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Der schoͤpher aller dingen het geschaffen alle der sel bewegde zů dem ewigen gůte.
Ebd.
92, 1
:
Nach dien menigvaltigen geneigungen, hertzungen vnd bewegdvn, so han wir oͮch menigvaltig minne.
Ebd.
94, 28
:
Dis beweigete sante der boͤs geist in in das herze, do er Christum verreit.
Ebd.
122, 26
:
dar vmbe die minne vnd der minne bewegt vnd gůtat het an wuͥrkende en hein ende.
Vetter, Schw. zu Töß
51, 32
(Hs.
15. Jh.
):
geschach ir doch dik als we davon das ain grosse bewegt in ir ward.
Morgan u. a., a. a. O.
86, 13
.