bevorhaben,
V.,
unr.
1.
›etw. zur Verfügung haben, etw. im Vorhinein haben; jm. etw. voraus haben‹.

Belegblock:

Chron. Augsb.
5, 74, 29
(
schwäb.
,
1523
/
7
):
er hett ob 100 fl befor, weder wan er es den becken gern geben hett zů verbachen.
Barack, Zim. Chron.
3, 116, 27
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
so er was zeit in cammergerichtsgescheften bevor het.
Henisch
354
(
Augsb.
1616
):
Es stirbt der Weis gleich wie der Thor / Vnd hat in dem gar nichts beuor.
Rwb
2, 252
.
2.
›etw. planen, vorhaben‹.

Belegblock:

Baumann, Bauernkr. Rotenb.
43, 5
(
nobd.
,
n. 1525
):
das sie uff gemainer statt pawrn und der iren kainerlay new beschwerd geschlagen, noch dieselbigen zu beschlagen befor haben.
Ebd.
46, 30
:
ob sich nit mit meinem gnedigen herren zu underreden sey, wie den dingen seiner furstlich gnad bevorhaben were zu begegnen.