betrübung,
die
;
-Ø/-e
.
1.
›Kummer, Betrübnis; Zerknirschung; Reue; Traurigkeit als Anfechtung, Heimsuchung; Ärger, Zorn, Aufregung‹;
vgl.  2.
Bedeutungsverwandte:
 1,  16,  1,  5, , ,  123, , , .
Gegensätze:
.
Syntagmen:
b. leiden; in b. sein / bleiben, das gebet ane b. leren
;
b. des teufels
(gen. subj.),
b. des geistes
(Gen.obj.);
die grosse b
.;
sang / ursache der b
.

Belegblock:

Sievers, Oxf. Benedictinerr.
36, 3
(
hess.
,
14. Jh.
):
Iz geschit dikke daz von der wiungen der probsten grozze betrubunge wassent in den clostern, wan iecliche werden so irvullit mit dem ubelen geist der stolzheide.
Ebd.
38, 10
:
zu hudene daz keine suster ingedurre die andere bescirmen in deme clostere, [...], wan dan abe wyschet lichte ursache grozzer betrubungen.
Thiele, Chron. Stolle
190, 16
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
unnd bleib also in grossem unmuthe unnd betrubunge wol funff tage, unnd mit grosser arbeit unnd undersagunge besynnete man on kume.
Palm, Veter Buoch
61, 15
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
ich ezze vnd trinke vnd slafe in einer versumunge vnd ganc mit vnreinen gedanken von werke ze werke vnd bin in manige betrubunge.
Gerhardt, Meister v. Prag
111, 17
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
Die erwegung gehort zcu der rawung vnd die betrubung zcu der peicht.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
1, 30
(
els.
,
1362
):
Das erste teil von winnahten vntze zů dem zwelften tage ist ein zit der froͤden, das ander teil ist ein zit der betruͤbunge.
Wolf, Norm im sp. Ma.
48, 54
(
oobd.
,
1486
):
wan zorn vnd gancz betrubung jn yn vnd jn andern hindern dy lieb.
Reissenberger, Väterb.
9267
;
Williams u. a., a. a. O.
172, 19
f.;
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
65, 51
;
Bauer, Imitatio Haller
64, 18
;
Voc. Ex quo
6, 84
;
Schwartzenbach
7v
;
58r
;
Maaler
65r
;
Crecelius
1, 139
.
Vgl. ferner s. v.  6, .
2.
s.  4.