bestreuen,
V.
›etw. / jn. (auch: sich) mit kleinteiligem festem Material (in einigen Belegen auch: mit Flüssigkeit) streuend oder sprengend bedecken‹; auch ütr.
Syntagmen:
sich mit asche b., etw. mit blumen / pulfer / rosen / sand / würze / zucker, kräutern b.
,
die welt grünlich b.
,
das herz b., die strasse b., js. weg mit leiden b
.

Belegblock:

Hübner, Buch Daniel
3505
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Unser bettil daz ist glantz, | Gebluemet, clar, bestrovwet.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Lk.
22, 12
(
osächs.
,
1343
):
her sal ûch wîsen ein grôz mûshûs bestrowit
[Luther
1545
:
gepflasterten Saal
],
und dâ bereitet uns.
Hajek, Gůte spise
75
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
lege in [kese] [...] vf ein teler, bestrauwe in mit eime zuckere.
Pyritz, Minneburg
13
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
heyde und ein gevilde flach, | Bestreit mit manges ronen clos.
Gille u. a., M. Beheim
108, 26
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
ir antlucz waz pestreiet | Mit pulver wüstigleiche.
Koppitz, Trojanerkr.
8764
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Mitt rotten rossen über all | Waz beströwett der sall.
Sappler, H. Kaufringer
26, 23
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
mit seiner vätterlichen pflicht | besträwt er all ir weg mit leiden
(ähnlich Bihlmeyer, Seuse
248, 20
).
Henisch
336
(
Augsb.
1616
):
Bestraͤwen / besprenge͂ [...] Bestrewen sich mit Aschen [...] Die frische schrifft mit sand bestrewen [...]. Die Kleider oder bett mit wolriechenden / gepulverten kraͤtern bestrewe͂.
Klein, Oswald
75, 47
(
oobd.
,
1418
):
Mensch, loub und gras, | wolf, fuxs, den has | hastu erfreut, | die welt bestreut grünlichen.
Hajek, a. a. O.
85
;
Rohland, Schäden
366
;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
1, 177, 11
;
McClean, Havich
2049
;
Schöpper
80a
;
Maaler
64r
;
Henisch
336
;
Dietz, Wb. Luther
1, 284
;
Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 13
.
Vgl. ferner s. v.  3.