bestender,
beständer
(letzteres erst gegen Ende der Epoche vereinzelt; in einzelnen Belegen:
bestendner
),
der
;
-s/-Ø
, auch
-e
.
›Pächter (eines Grundbesitztums), Beliehener; Mieter (eines Hauses)‹; auch: ›Tagelöhner, auf Zeit angedingter Arbeiter‹;
Bedeutungsverwandte:
 4, (s. v.  6),  4, ,  2, ; vgl. .
Gegensätze
(konversonym): .

Belegblock:

Schöpper
84b
(
Dortm.
1550
):
Conductor. Jnhaber haußmann / bestender dinger.
Loersch, Weist. Boppard
162, 31
(
mosfrk.
,
1489
):
werde dan durch die selben erkant, daß eynich bruicht yn den benanten verlenten guden sy, so sulle der lehenman ader bestender, an dem sulche brucht fonden wurde, [...], verfallen syn yn eyn boiß eyns gulden.
Köbler, Ref. Wormbs
132, 5
(
Worms
1499
):
So einer dem andern ein Huss verlyhet vmb ein zynss vnnd der bestender zücht in dasselb huss.
Anderson u. a., Flugschrr.
24, 4, 10
([
Nürnb.
]
1525
):
Auch die Erbleut odder bestendtner / fur solche yhre Erb oder haus zins yrer herre͂ / nit mer dañ wie ytzo gemelt / [...] zu bezalen schuldig sein.
Welti, Urk. Rheinfelden
471, 17
(
halem.
,
1509
):
sol gedachter Vlrich von Habßberg den zehenden des vergangen jars, so der bestender noch samenthaft schuldig ist, zů sin handen nemen.
Köbler, a. a. O.
86, 14
;
183, 18
;
238, 42
;
Brinkmann, Bad. Weist.
39, 10
;
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 542, 13
;
558, 21
;
Henisch
333
;
Pfälz. Wb.
1, 734
;
Schwäb. Wb.
1, 931
;
Schweiz. Id.
11, 1016
.