bescheisserei,
die
.
›Betrug, Täuschung, Anwendung von List zur Erreichung eines üblen Zieles‹;
Bedeutungsverwandte:
,  2, ,  2.
Syntagmen:
b. brauchen / leren
;
etw. auf b. richten, etw. mit b. rauben
;
b. mit dem ablas
;
grosse / lautere b
.

Belegblock:

Luther, WA
30, 2, 410, 23
(
1530
):
gelt vnd gůt, das yhr mit bescheissery geraubt habt.
Ebd.
30, 3, 382, 32
(
1531
):
die offenberliche luͤgen und bescheisserey mit dem ablas.
Goldammer, Paracelsus
4, 245, 14
(
1530
):
daß allein mit großem ernst hinder diß zu kumen ist und mit keiner leichtfertigkeit oder mit lugnerei oder bescheißerei.
Müller, Welthandelsbr.
208, 40
(
schwäb.
,
1506
):
wan die haidn bruchnt alle bescheyssery.
Henisch
302
(
Augsb.
1616
):
Beschiß / bescheisserey / betrug.
Turmair
4, 783, 19
(
moobd.
,
1522
/
33
):
Nero [...] hat sich mit gewalt auf die schwarzen kunst, so ein lauter triegerei und bescheisserei ist, geben.
Luther, WA
36, 535, 6
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 548;
Schweiz. Id.
8, 1347
.