beschauern,
V.
›jn. / etw. beschützen, beschirmen‹; auch konkret: ›etw. unter ein Schutzdach bringen‹.
Syntagmen:
jn.
(z. B.
die bauern / Juden, das volk
)
/ etw.
(z. B.
den markt, die stat
)
b
.
Wortbildungen:
beschaurung
.

Belegblock:

Schöpper
90a
(
Dortm.
1550
):
Defendere. Beschoͤnen entheben beschauren justificiern rechtfertigen vertheidigen vertretten außreden verantworten vergehen verstehen.
Wyss, Limb. Chron.
44, 17
(
mfrk.
, zu
1355
):
daz he di pristerschaf, stifte, kirchen unde klostere beschurete unde beschirmete.
Ebd.
83, 7
(zu
1391
):
der regirete den stift [...] mit großen eren unde beschurte unde beschirmete di straßen unde gap rittern unde knechten hengeste, phert unde gut unde det auch armen luden zu male gutlichen.
Loersch, Weist. Boppard
208, 25
(
mosfrk.
,
1538
):
sall unser gnediger herr beschurren und beschirmen witwen und weisen.
Schneider, Pont. u. Sid.
250, 14
(
rhfrk.
/
mosfrk.
,
2. H. 15. Jh.
):
want ir dar gesatzt sint vmb die armen zu beschuren vnd zu beschirmen vnd zu verwarn.
Wolf, Rothe. Ratsged. F
441
(
thür.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Thorme, tore vnd müren: | Buwen, decken, wechter beschüren.
Neumann, Rothe. Keuschh.
5111
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
si [kuscheid] ist widder des menschen nature, | so wil ir god helffen unnd si beschure.
Pyritz, Minneburg
117
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Der burg torhus waz beschurt | Mit einem turn.
Bührer, Kl. Renner
236
(
nobd.
, Hs.
um 1480
):
Sie sein ritter vber arme gepawer, | Die sie solten beschuczen und beschawernn.
Mayer, Folz. Meisterl.
75, 450
(
nobd.
,
1517
/
8
):
Den Moysen, sein volck und sich | Vor aller feinde macht beschaürn.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
328, 20
(
nobd.
,
n. 1525
):
so mir alhie, ain gemaine statt, [...], weder beschawrung, hilf, noch rat haben könden.
Mayer, a. a. O.
10, 196
;
Schlosser, H. v. Sachsenh.
4930
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 547
;
Crecelius
1, 129
;
Rwb
2, 87
.