benedeiung,
die
.
1.
›Segen, religiös begründete Gnade, Heil‹; eher als nomen acti denn als nomen actionis gedacht;
vgl.  1.
Gegensätze:
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc. Jes.
19, 24
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
an deme tage wirt Israhel der dritte Egypto und Assirio eine benediunge mitten uf der erden.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
878
(
Köln
1476
):
Benedydongh gaydz almechtich, | Der wyr byllych syn gedechtich, | Erscheyn do myt genaede.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Bl.  (
osächs.
,
1343
):
Jacob [...] irarnete von dem vatere intfahin genůgtikeit der benediunge.
Wolf, Norm im sp. Ma.
35, 21
;
Voc. inc. teut. c
iiijr
;
Dietz, Wb. Luther .
2.
›Segenswunsch, Segensspruch; Bitte um Segnung‹, insofern auch: ›Tischgebet zu Beginn der Mahlzeit‹;
vgl.  2.

Belegblock:

Rosenthal. Bedencken
40, 12
(
Köln
1653
):
Durch suͤsse reden vnnd benedeyungen verfuͤhren sie die gemuͤther der vnschuͤldigen.
Sachs (
Nürnb.
1534
):
Am tisch setz dich nit oben an, | [...]! | Der benedeyung nit vergiß!
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
v. 1536
):
hat der bischof von Mintz vil oration und benedeiung gesprochen.
Ebd. (zu
1549
):
darmit also mit seiner benedeiung, die er gesungen, sein predigt beschlossen.