beier,
der
;
–/
auch
.
1.
›Bayer (als Stammesangehöriger bzw. als Angehöriger des Stammesherzogtums); aus Bayern Stammender‹; auch: ›gutmütiger und zugleich dummer Mensch‹.
Wortbildungen:
beierin
.

Belegblock:

Große, Schwabensp. 
118a, 11
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
JN dudescheme lande hat eyn ielich lant sinen pallenzgreůen. de Sassen haben eynen, Beyeren hant eynen.
Kollnig, Weist. Schriesh. 
241, 33
(
rhfrk.
,
1470
):
Keme ein Schwab oder Bayer oder were der were, der mocht da weiden von einer nonzeit zur andern.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth 
246, 3
(
Frankf.
1563
):
Drey Baier versprachen sich zůsammen, in treuwer gesellschafft frembde land zů besuchen.
Golius
490
(
Straßb.
1597
):
Vindelici, Beyern / ab alijs, Schwaben.
Schottenloher, Flugschrr. 
67, 19
(
Landshut
um 1523
):
Her got ist kain bair, der Hencker hat schon dy klingen gewetzt, vil muessen darüber.
Henisch
224
(
Augsb.
1616
):
Bayr / Beyer / Boiarus, Bauarus, kompt her von Boius, vnd Avar, pro Boiauarus. Boy ist nomen generale, begreiffend so wol die Bayrẽ als Boͤhmẽ. Auares oder Auarisci seind die nachkoͤmling der Hunnen. […] Sachs / Bayr / Schwab vnd Franck / | Die lieben alle den tranck. Drey maͤchtigste Voͤlcker in Teutschland / Sachssen / Francken vnd Bayern.
Turmair 4, 
458, 18
 (
moobd.
,
1522
/
33
):
Das viert aufheben der Baiern mit den Römern.
Schmitt, Ordo rerum 
127, 17
;
Pausch, Ital.-Dt. Sprachb.
38v, 1
;
Dief./Wü.
151
;
Maaler
316r
;
Wmu
1, 170/1
;
Schweiz. Id.
4, 895
.
2.
›bairischer Wein‹; Metonymie zu 1.
Syntagmen:
ungelt von dem b
.

Belegblock:

Bastian, Runtingerb. 
2, 30, 14
(
oobd.
,
1400
):
ze ungelt von dem Pair 5 lb. 65 R.
3.
›holländischer Goldgulden‹; geschlagen 1420-25 unter Johann von Bayern (
Kahnt u. a., Alte Maße [...].
1987, 35
).

Belegblock:

Grimm, Weisth.
2, 572, 30
(
mosfrk.
,
1472
):
wer ein baum abhawet, der breider dan zween fuess ist, der sall den gerichten geben vier beyer stokrechts vnd den boden zween.