behaltlich,
behältlich
(beide Schreibungen in ungefähr gleicher Häufigkeit),
Adj.
(1; 3),
Präp.
(2).
1.
›sicher, fest, unwandelbar, wohlerhalten, beständig‹;
vgl. am ehesten (V.) 1.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim 
110, 210
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
an eren wurt das selbig reich [Germania] | zu nemlich und peheltlich.
Bihlmeyer, Seuse  (
alem.
,
14. Jh.
):
Nein es in gebruchlicher wise, mer es blibet in einer behaltlicher, unverlorner wise.
Voc. inc. teut. s
iiijv
;
Nicklas, Seuse.
1914, 64
.
2.
›vorbehaltlich‹;
vgl. (V.) 10,  5.

Belegblock:

Buch Weinsb.  (
rib.
,
1572
):
ist des von Alba kreichfolk […] vur Harlem […] gezogen, die sich eirst uff gnade, beheltlich leib und gut, ergeben wolten.
Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
Dar kegen der antwertter auch in sechs wochen, ob er do wedder setzen wil, dem cleger zeuschicken sal, beheltlich dem teyle, das antwertter ist der letzten schrifft.
3.
›sich etw. merkend, etw. behaltend; mit einem guten Gedächtnis ausgestattet‹;
zu (V.) 21.
Bedeutungsverwandte:
, , ,  1.

Belegblock:

Voc. inc. teut. s
iiijv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Pehaltlich Cõtinẽs scz in mẽte.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
66
(
Genf
1636
):
Behaltsam̃ / oder behaͤltig / lernhafftig / faͤhig.
4.
›etw. geheimhaltend; heimlich‹;
vgl. (V.) 22.
Bedeutungsverwandte:
, , .

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
c vjv
(
Nürnb.
1482
):
Bedecklich behaltlich. verpergenlich oder hutẽlich.
Ebd.
p iiijr
.