behagung,
die
.
›Gefallen (oft: an sich selbst, an äußerer Anerkennung o. ä.), Wohlgefallen, Eigenliebe‹;
vgl.
1
(V.) 1.
Älteres und mittleres Frnhd.; Texte religiösen Inhalts.
Bedeutungsverwandte:
.
Gegensätze:
.
Syntagmen:
an b. gedenken
;
b. der leute, gottes, des fleisches
(jeweils gen. subj.),
b. ires selbes
(Gen.obj.),
b. auf sich selber
.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse
533, 13
(
nd.
,
14. Jh.
):
Lucifer den hatte got […] edelich gezierit. Waz deit he? He kerte wider mit behahunge uf sich selver, bit eygenre behahunge.
Langen, Myst. Leben
214, 28
(
nobd.
,
1463
):
also geschicht noch allen den, die sich dem engel geleichent, an aygen behagung vnd wolgevallen ir selbs.
Fischer, Brun v. Schoneb.
12329
(
md.
, Hs.
um 1400
):
daz si dem brutegam behage. | von der behagunge ich sage: | […].
Strauch, Par. anime int.
21, 13
(
thür.
,
14. Jh.
):
behagunge des fleischis ist wol ezzin, wol trinkin etc., des sich niman inzihin inmac one Godis craft.
Ebd.
107, 7
:
daz si [di sele] nirgin gedenke ane behagunge noch missehagunge der lude, dan zu Gode alleine.
Vetter, Pred. Taulers
77, 34
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
das natúrliche lieht daz schinet alles uswert in hochfart.
Ebd.
392, 33
:
so sůchent sú lust an spisen, an kleidern, die muͤssent vereinet sin, kleinoͤter, behagunge irs selbes und der lúte, wo sú múgent.
Ebd.
405, 1
:
hochfart die widerstet der demuͤtekeit und wurt geborn von eigenre behagunge und můtwillikeit.
Strauch, a. a. O.
134, 21
.
Vgl. ferner s. v. .