bedrangnis,
bedrängnis
(letzteres vereinzelt),
die
(meist),
der
oder
das
(jeweils vereinzelt).
1.
›militärische Bedrohung‹;
vgl.  1.
Bedeutungsverwandte:
(
die
2.

Belegblock:

Thür. Chron.
10r, 7
(
Mühlh.
1599
):
Der […] eigen nutz hat Rom in verderben bracht / vnd nicht die Noth oder bedrangknis / die jhn […] jhre Feinde gethan haben.
A. à S. Clara. Deo Gratias
14, 20
(
Wien
1680
):
ich [Stadt] hab muͤssen leben […] in einer unermaͤßlichen Betrangnus wegen harter Verfolgung.
2.
›Nötigung, Belästigung, auf jn., eine Gruppe (o. ä.) ausgeübter Zwang, politischer und wirtschaftlicher Druck‹;
vgl.  2.
Zur Sache:
LThK
2, 96/7
.
Bedeutungsverwandte:
 2, I, 5,  1, (
die
1, .

Belegblock:

Schöpper
21b
(
Dortm.
1550
):
Angor. […] truck not jamer qual bedrengknus bangigkeit.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
596, 10
(
nobd.
,
um 1525
):
doch in solcher betrancknüs vom innern rot ir ayd und glüpt ledig gezelt zu werden begert.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
206, 17
(
m/soobd.
,
16.
/
17. Jh.
):
Malpauern bedrangnusz so inen von den mülnern zuegefüegt wierdet.
Baumann, a. a. O.
266, 12
;
Schweiz. Id.
14, 1102
.
3.
›Strafabgabe; finanzielle Auflage, Steueranschlag‹;
vgl.  3.

Belegblock:

Behrend, Magd. Fragen
212, 19
(
omd.
,
um 1400
):
unnd mogenn dorauff wol wilkör setzenn mit der witzigstenn rathe irer burger bei pfennig busse ader annderem bedrannknus.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
510, 32
(
nobd.
,
n. 1525
):
sich unser als der armen gunstlich anzunemen, vor frembder pflichten […] und unleydlichen betrangknussen zu verwarn.
4.
bedeutungsverwandt zu (
die
1.