Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
SWa man eynes nůwen dorfes beginnet med nůweme bůwe, da mach des ertrikes heren zins vnde gelt wol von werden, also daz deme bůwemanne halbes korn vnde deme paffen der zende blibe.
Köbler, Ref. Wormbs
237, 31
(
Worms
1499
):
so ein bestender oder buman ein gůt vmb das teil bestanden hat ist der verlyher aber nit schuldig von mißwachs wegẽ an synem teil nachzulassen.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
410, 38
(
noobd.
,
1353
):
Wir suͤllen auch die widem besetzen mit einem frůmmen paumann, der ir mit pawe vor muͤg gesein und auch darauf sitz, ez wer dann, daz wir selber darauf sitzen wolten.
Kläui, Schweiz. Urbare
3, 29, 26
(
halem.
,
1324
):
Der kuster lat oͧch werden dem sigristen in dem Hove die lesgarbin, die ein ielicher buman […] von alter gewonhet gen sol.
Leisi, Thurg. UB
7, 56, 29
(
halem.
,
1376
):
Doch sol ǒch ain ieglicher des selben gůtes buman, der dar uff sitzet, fúr das geriht, das zů der egenanten Luͤpurg hoͤret, gan.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
(
halem.
,
1404
):
dz ein ieklich buman sol enkein froͤmde vich, […], weder koͧffen noch […] súmmren.
Verlüffen und freydig vee sol man frylich lasen louffen und gan unbezwungen, war es wil und mit weliches bumans gůt es wil, […], und der buman sol ime ouch zů essen gen […], doch das sy [herrschafft] dem buman den kosten abtrage.
So denne sol ein lechenman, […], von sinem lehensherren nit abgestossen waͤrden, der selbig lehenher welle dann dz selbs personlich besitzen, aͤffren und buwen, so sol der buwman wichen.
Hauber, UB Heiligkr.
(
schwäb.
,
1504
):
Wolten aber ich min erben und nachkomen unser recht an dem erblehen verkouffen, so soͤllen wir das ainem guten buͤwman geben.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1307
):
daz wir […] haben geben und verchaufte unser muͤnzze […] den herren den prelaten, grafen, vreien, […] auf dem land und in den steten, den burgern, den paulaeuten, den steten und den maercgten.
Swaz ein pawman ab seins herren gůt verchauft, daz mag der herr aftermaln nicht angesprechen.
Auer, Stadtr. München
(
moobd.
,
1343
):
Ez sol chain amptman noch pauman von seinem heren nicht varn, da hinter er gesezzen ist.
Mell, Steir. Weinbergr.
128, 22
(
smoobd.
,
1360
):
wolt aber dhain hold oder paumann auf fremden huben oder gutern anderswo sitzen […], des sullen der probst und die korherren nicht gestatten.
Thiel u. a., Urk. Münchsm.
166, 31
(
moobd.
,
1346
):
swer vnser pauman der selben huͤb ist ze Haunspach, der schol dem vorgenanten gotzhauͤz […] jaͤrchleichen gewen ain vierdunch wachss.
Hör, Urk. St. Veit
110, 21
(
moobd.
,
1373
):
Wir schuͤllen auch jaͤrleich in ir stift choͤmen vnd muͤgen vnd schuͤllen si ir vreyev stift mit vns haben als mit andern iren pavͤlavͤten, also daz si vns wol auf oder abgestiften muͤgen.
der priesterschaft pauren musten an vil enden ir yetweder pauman so vil geben zu steur von seins herren gült ausserhalb der steur seins gucz, als vil er jarlich zu zins seinem herren solt geben.
ain stuck, genant die Gertten, geyt ganczen zehet vnd ist die aygenschaft des pawmans.
Rintelen, B. Walther
144, 19
(
moobd.
,
1552
/
8
):
Dem Landtsbrauch nach ist der Pauman dem Zehendtherren den Zehendt haimb zu füeren nit schuldig.
das der Paumann den kleinen Zehendt nit schuldig ist den Zehendtherren besonderbar yedem zu geben.
Wopfner, Urk. Agrargesch.
282, 25
(
tir.
,
1352
):
daz alle paulaͤut, […], bei iren hoͤfen und gůten, es sein zinsgůt oder ander gůt, beleiben sullen und davon nicht ziechen ane ires herren willen […]. Es sol auch ieder pauman seinem herren zinsen und dienen.
daz ain pauman abgeet und erben läst, die sind nicht gebunten, die höf zu empfahen.
Ders., Bauernkr. Tirol
(
tir.
,
1521
):
sollen dieselben traidzins […] nit hŏher, dann der getreid […] in failem kauff hie ist, dem paŭman abgerrait werden; wo aber ain paŭman traid fŭr traid geben wolte, so soll dasselb in abslag der ausstĕnnden zins von ime genomen werden.
auf- und abzŭg halben soll es mit inen, wie mit andern pawleŭtn im lanndt gehalten und sein F. G. will darob sein, damit sy hierinn fŭr ander paw̆leŭt im land wider alts herkomen nit beswărt sollen werden.
als sich die grŭndtherrn vil mancherlai gewalts inen zŭ gŭet unnd dem pawman zŭ verterben unnderstanden.
Wo aber pawman dem herrn mit unwarhait anzaigte, der zinß wer im nit gewachsen unnd dem herrn verhaltn wolt, sol pawman von seinen rechtn geschiden sein. Dergleichen, ob pawman die gŭetter abŏdet.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
17. Jh.
):
wann der pauman anpaut, […], so soll er sein nachper […] an den zaun und graben den fridt machen.