bauernschuh,
der
;
-s/
auch
.
1.
›Bauernschuh, großer, grober Schuh‹.
Phraseme:
um einen grossen bauernschuh grösser als
›um etliches größer als‹.
Bedeutungsverwandte:
,  1.

Belegblock:

Alberus
s ir
(
Frankf.
1540
):
bauernschůch / bundschůch / von vngegerbtem ledder / gehen halb biß an die knie.
Lichtenstein, Lindener. Katzip. 
116
 (o. O.
1558
):
hab auch daheym stalbůben, die sein umb ein grossen bawrenschůch grösser dann ir, mein liebes döcterlein.
Voc. Teut.-Lat.
y iiijv
(
Nürnb.
1482
):
Pawrñschuch od’ grosser schuch.
Engel, Rats-Chron. Würzb.
190a, 13
 (
nobd.
, Hs.
M. 17. Jh.
):
ein frost mit einem schne, eins großen paurenschugs tief.
Im folgenden Beleg sprichwörtlich: Henisch
211
 (
Augsb.
1616
):
Wiltu zum fewrigen busch gehen / so zeuch mit Mose die alte bawrenschuh auß.
Bremer, Voc. opt.
17144
;
17145
;
Voc. Ex quo P
423
;
Voc. inc. teut. s
iijv
;
Brack
b 4r
;
Dasypodius
173v
;
Henisch
211
;
Golius
200
;
Schweiz. Id.
8, 481/2
.
2.
phras.:
j. felet um einen guten bauernschuh
›j. liegt weit neben der Wahrheit‹;
es felet jm. um einen bauernschuh
›j. ist weit vom Erfolg entfernt‹;
es felet um einen bauernschuh
›etw. liegt gehörig außerhalb der Wahrheit und des Möglichen‹;
einen ganzen bauernschuh felen
›vollständig daneben liegen, irren‹;
etw. beim bauernschuh ausmessen / finden
›etw. grob bestimmen / herausfinden‹;
vgl. die Phraseme s. v. , .

Belegblock:

Lichtenstein, Lindener. Katzip. 
359
 (o. O.
1558
):
das du sihest, das ich gleich zůsage unnd nit umb ein gůten bawren-schůch fehle, damit man nicht sagen kündte, wie ich mit lügen umbgienge.
Bächtold, N. Manuel.
50, 469
(
Zürich
1525
):
bi dem gschrei, das ietz under’n puren louft, | So felt es mir wol umb ein puren schů.
Ebd.
59, 728
:
Es felt wol umb ein puren schů, | Dass ir
[Pfaffen]
sie
[Vorfahren]
in den himmel bringend | Mit üwerem wolfsgesang.
Barack, Zim. Chron. 
4, 216, 12
 (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Ich dacht, ich wer herr Jacobs knecht | Und weren all mein sachen schlecht, | So felts wol umb ain burenschuo.
Schwäb. Wb.
1, 728
;
Schweiz. Id.
8, 481/82
;
Raabe, Wortsch. Murner
2, 75
.