baten,
batten
(letzteres etwas häufiger),
V.;
Konj.
Prät. mit Uml.;
zu
ahd.
(un)bat
›(un)behilflich‹
(
Splett, Ahd. Wb.
1, 45
; s. v.
batas
),
mhd.
baten
›nützen‹
(), nhd.
batten
(); semantisch hinsichtlich Bed. 1 deckungsgleich mit dem in den Wörterbüchern zu
4
bas
,
basse
gestellten
nl.
/
nd.
baten
(vgl. ;
Wb. Ned. Taal
2, 1071/3
; ).
– Im eigenen Belegmaterial vorwiegend wmd./wobd.
1.
›(jm.) nützen, helfen, zum Vorteil gereichen‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
 1315,  3, ,  2,  5,  1, , .
Syntagmen:
sowohl ohne Obj. wie mit Akk. und Dat. gebraucht.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Commodare seu prodesse. Nuͤtzen frummen batten helffen dienen zůtragen gedeyhen zu thun erschiessen klecken.
Chron. Köln (
Köln
1499
):
ir woulde si so […] begaven, dat si sich des ummer bedanken sullen ind sal si ir leven lank baten.
die groisse were, die dae geschach, hette niet moegen baten.
Wyss, UB Deutschord. Hessen (
hess.
,
1360
):
wy daz funden moͤhte werde, daz uns daz nit batten ensal zu keinre kare.
Rueff, Rhein. Ostersp. 
1340
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
dem mentschen zumale nust enbet, | der nit ruwe und leit het | vor sin sunde.
Ebd.
2221
:
waz hilfft dich daz der paffe sait! | sin claffen dich gar wynnig bat.
Stieler
1, 719
(
Nürnb.
1691
):
Was batt es / daß man den Stall zumacht / wenn die Kuͤhe weg seyn.
Behrend, Spangenb. Anbindbr.  (
Straßb.
1611
):
Du glaubst und glaubst / und weist nicht was? | Was meinst das dich wird batten das.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Batten /dienen / nutz sein / nutzen / helffen / fuͤrtragen / zum vorthel reichen […]. Was batt es / daß man den stall zu macht / wenn die kuͤh gestolen sind. Quid iuuat amisso claudere septa grege.
2.
›ergeben, auflaufen (auf einen Betrag), etw. ausmachen, einbringen‹;
vgl.  2.

Belegblock:

Chron. Mainz (
rhfrk.
,
15. Jh.
):
hette man die nachreichende lipgedingsgulte auch lassen stene ungeandert, das bette an der lipgedingsgulte 272 g., das sie minner were.
wann man die losungsgulte, von 20 einen, 15 jare langk von 30 einen neme, das worde jars batten 1650 g.
3.
›etw. zum Verkauf anbieten‹.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1441
):
dat die loerre […], die mit der handelongen umbgaint, vortan ire vell vergaderen, baiten ind hantieren soilen in ind vur dem Vleischhuis.