bantag,
der
.
1.
›Gerichtstag‹; möglicherweise Klammerform aus
banteidingstag.

Belegblock:

Mell u. a., Steir. Taid.
101, 34
(
m/soobd.
,
15.
/
16. Jh.
):
sein van man zu man durch sexer und ander leud mit recht zu kreften gesprochen worden am phinztag nach Erharti in dem pantag durch das erwer geding.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
289, 25
(
m/soobd.
,
1624
):
welchen dreien benanten personen nachvolgente puncten [...] an bemelten paantag fürgehalten, und alß dan auch der dorfrichter nach abgeloffener wall der ganzen gemain fürgestelt.
Ebd.
291, 33
;
Öst. Wb.
4, 149/50
.
2.
›obrigkeitlich festgelegter Feiertag‹;
zu
2
 2,  2.

Belegblock:

Grimm, Weisth.
6, 766, 19
(
1315
):
die pluge deilent sie als sie die wagen deilent, und sint sie den luden schuldig broit zu gebin zu diesen bandagen.
Köbler, Ref. Nürnberg
178, 18
(
Nürnb.
1484
):
eynich ferij pantag noch feyertag. als võ alter herkomen ist.
Müller, Nördl. Stadtr.
53, 21
(
schwäb.
,
um 1380
):
Wer aber den andern schleht, stoͤsset oder wirfet oder uͤber in zuͤkt an ainem bantag.