bangigkeit,
vereinzelt mit anderer Wortbildung:
bangheit,
die
.
1.
›Angst, innerer Zweifel‹;
offen zu 2; vgl. (Adj.) 2.
Bedeutungsverwandte:
(
die
1,  5; vgl. (
die
2, .

Belegblock:

Vetter, Pred. Taulers
73, 19
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
tusent gebresten die du in der worheit bekennest [...], enwerent dir nút also soͤrglich [...] alse ein einiger des du nút enwoltest bekennen [...] und nút jomer noch bandikeit darumb enhettest.
Ebd.
93, 19
:
der mensche der Got luterliche meinet, in den kummet ouch ettewenne bandekeit, und ein trurikeit er habe Got nút gemeinet und es si alles verlorn.
Henisch
184
(
Augsb.
1616
):
Bangigkeit / angst / kum̃er / angustia, pressura, angor, ægritudo premens.
Preuss. Wb. (Z)
1, 391
;
Pleuser, Leid b. Tauler.
1967, 96-98
.
2.
›bedrängende Umstände, Not, denen der Mensch ausgesetzt ist‹;
vgl. (Adj.) 4.
Bedeutungsverwandte:
 2, ; vgl. (
die
3.

Belegblock:

Schöpper
21b
(
Dortm.
1550
):
Angor. [...] qual bedrengknus bangigkeit.
Chron. Köln
2, 3v, 19
(
Köln
1499
):
wyr [...] werden so lichtlich beweget vnd verstoert ouermitz eyn cleyne dunckelheyt der sorchfeldicheyt. off bangicheyt dye vns ouerkomen moegen.
Vetter, Pred. Taulers
43, 8
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Nu von disem jagen so kummet grosse bandikeit und getrenge. Ouch, kinder, in diser bandikeit, wanne der mensche hie inne stet und wurt dis tribens in ime gewar, on allen zwifel so kummet Jhesus
[zu
nd
für
ng
vgl.
Frnhd. Gr.
1993, 145].
Ebd.
213, 25
(
1359
):
das er sůcht, des envint er nút me und stot in grossem starkem getrenge und in bancheit.
Preuss. Wb. (Z)
1, 391
.