aweisel,
der
;
im Frnhd. schwach belegt;
schon
mhd.
starke Formenvielfalt (vgl. s. v.
âwasel
), die für etymologische Undurchsichtigkeit spricht;
ahd.
Entsprechung ist
âweiso
();
vgl.
Leman, Kulm. Recht S.
216/7
;
Wolf, Mathesius
191
;
Schmeller/F.
2, 1019
.
›Kadaver, totes Vieh, Aas‹; auch abwertend als Bezeichnung für Menschen genutzt.
Bedeutungsverwandte:
, (Schimpfwort); vgl.
1
 5.

Belegblock:

Leman, Kulm. Recht (
Thorn
1584
):
adir her gebe ym eyn andir vyhe douor. vnd yeme blybet doch der awarsil.
so sal man den lebendigen ochssen vorkoufen. vnd den awarsil vnd sal yn das glyche teylen.
Voc. inc. teut. b
vjv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Auswurfling Arula vel abersel odẽ vrpitz.