auswälen,
V.
1.
›jn./etw. aufgrund besonderer Eignung aus einer Anzahl von Vergleichbaren auswählen, aussuchen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  10,
1
 3, ,  4,  4.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft. 4. Mose
35, 10
(
Wittenb.
1545
):
Wenn jr [...] ins land Canaan kompt / solt jr Stedte auswelen / das Freistedte seien.
Gille u. a., M. Beheim
104, 772
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
er welt auss den herren alsam | funff hundert pfert der pesten.
Bachmann u. a., Volksb.
60, 33
(
alem.
,
15. Jh.
):
ir lieben brüeder und ir ußwelten gocz kind!
Koller, Ref. Siegmunds
321, 17
(Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
sol man in idlicher reichstat von ainem idlichen hantwerch ainen weisen frömm man außwelen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
89, 16
(
oobd.
,
1349
/
50
):
man schol daz auzweln für daz pest, daz swær ist und swarz.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
51, 12
;
Rwb
1, 1132
.
2.
›jn. adoptieren‹.
Bedeutungsverwandte:
; vgl.  9,  2.
Syntagmen:
ein kind a.

Belegblock:

Rwb
1, 1132
(a.
1516
).
3.
›jn. durch eine Abstimmung absetzen, abwählen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,
2
,  5.

Belegblock:

Schwäb. Wb.
6, 1572
(a.
1650
).