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ausreisen,
V., unr. abl.;
zu
mhd.
rîsen
›fallen‹
(Lexer
2, 459
).
›aus etw. herausfallen; ausfallen (von überreifem Getreide)‹; mit verschobener Bezugsgröße: ›die Nadeln verlieren (von Nadelholzreisig)‹; ütr.: ›austreten, abgesondert werden‹ (z. B. von Eiter); ›aus etw. hervorgehen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  1.
Syntagmen:
fisch / har, ein auge a.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 194, 9
(
Bautzen
1584
):
Vnser Herr Jhesus Christ, | Der dein einiger Sohn ist, | Von dem der heilig Geist, | Aus Vatters hertz außreist.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
232, 18
(
oobd.
,
1349
/
50
):
unz in die visch datz den münden auz reisent, daz ist, wenn ir pôshait sô offen wirt.
Turmair
1, 565, 31
(
n. 1522
):
quae maturuere, granum protinus dimittunt ‚schlecht sich aus, reist aus, fellt aus‘.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
74, 3
(
m/soobd.
,
1606
):
sie sollen auch solches gräss nit verligen oder außreisen lassen.
Dief./Wü.
459
;
Schweiz. Id.
6, 1342
.