ausosen,
V.;
zu
mhd.
ôsen, œsen
›etw. leer machen, aufbrauchen‹
(Lexer
2, 173/74
).
– Nrddt., md.
1.
›(ein Gewässer in ein anderes) ableiten, abfließen lassen‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße: ›etw. (z. B. ein Schiff) entleeren, ausladen‹; ütr. auch vom Herzen gesagt: ›zum Überlaufen bringen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  4.

Belegblock:

Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
704
(
Köln
1476
):
sould man do dye Arpe vyssz oesen in den Ryn.
Thiele, Minner. II,
30, 209
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
want als leif ain leiven wirt inne | das id sin hertse gair ym uz oist.
Voc. Teut.-Lat.
c iijr
;
Dief./Wü.
128
;
Preuss. Wb. (Z)
1, 317
(
1412
).
2.
›jn. ausplündern, schröpfen, ausbeuten‹; Ütr. zu 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  2, , .

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
9445
(
rib.
,
1444
):
as also gevilt synt ind untbloist | Die armen ind zo male us geoest | Ind alle dat yre aff is getzogen | Ind us gerodet ind us gesogen.