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ausleren,
V.;
zu nhd.
leeren.
›etw. (z. B. einen Sack) ausleeren, leer machen‹; speziell: ›(ein Haus, z. B. ein Kloster) räumen, die Insassen eines Hauses wegschaffen‹; ›(ein Haus, einen Hof) plündern‹; ütr.: ›jn./etw. entkräften, schwächen, zunichte machen‹; ›ausströmen, sich verströmen‹;
zu
1
.
Bedeutungsverwandte:
, , vgl.
1
.

Belegblock:

Rosenthal. Bedencken
40, 22
(
Köln
1653
):
daß die Kloͤster auff vngebuͤrliche weise werden außgelert / daß es der geloͤbdbruͤchigen so viel gibt.
Voc. Teut.-Lat.
g jr
(
Nürnb.
1482
):
Eytelmachen außleren ausborẽ swachmachẽ zerstorñ.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 709, 43
(
Nürnb.
1631
):
Weh denen, die mit raubn sich nehrn | [...] | Andern jhr Hauß vnd Hof außleern.
Tittmann, Schausp. 16. Jh. Funk.
190, 534
(
Bern
1551
):
Seh, stoß die amplen in din mund | und lär sie us, das ist dir gsund.
Ruh, Bonaventura
344, 28
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
die [begird der liebin] sol sin vf erhoͤpt zů got, vß gestreckt zů dem naͤchsten, vß gelert zů der welt.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
213, 36
(
schwäb.
,
v. 1542
):
Ayn rat zu Augspurg haben alle frawenclöster außgelert und die frawen all zusamen in sant Katherinen closter zusamen gethaun.
Ruh, a. a. O.
344, 26
;
Voc. Teut.-Lat.
c iijr
;
Serranus
21v
;
Maaler
43r
;
Dietz, Wb. Luther
1, 174
;
Schweiz. Id.
3, 1365
.