ausleiden,
V., unr. abl.
›etw. erdulden, aushalten, durchstehen‹.
Religiöse, überwiegend mystische Texte.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  12,  9,  2,  1.
Syntagmen:
etw.
(z. B.
die angst, den gebresten / willen
)
a., etw. in gelassenheit, fruchtbärlich a.
;
sich im finsternis a.
(refl.); auch absolut gebraucht.

Belegblock:

Vetter, Pred. Taulers
147, 12
Var. (
els.
,
14. Jh.
):
Die bredige [...] leret barmhertzikeit [...] und unsern gebresten usliden und indewendige menschen werden.
Ebd.
213, 31
(Hs.
1359
):
menschen die sich us lident in disem ellenden vinsternisse, das werdent die aller liebsten edelsten menschen.
Vetter, Pred. Taulers
315, 23
(
els.
, Hs.
1359
):
das din nature also krang were daz du dis anders nút uzgeliden moͤhtest.
Strauch, Schürebrand
22, 4
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
wil er úch ziehen durch swermuͤtikeit, daz muͤssent ir uz liden in rehter gelossenheit.
Vetter, a. a. O.
14, 33
;
337, 25
;
Strauch, a. a. O.
53, 31
;
Dietz, Wb. Luther
175
.