ausleben,
V.
1.
›das Leben leben, eine bestimmte Lebenszeit verbringen; etw. an Lebensdauer übertreffen; eine Zeitspanne zu Ende leben‹.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Luther, WA (
1545
):
ich bin nicht seer alt, dennoch hab ich schier ein Stifft [...] gar nahe dreimal aus gelebt oder uberlebt, da beide, Bischoff, Thumherrn und Vicarien, hinweg gestorben sind.
Maaler (
Zürich
1561
):
Außgelaͤbte zeyt (die) Vollendeter lauff deß laͤbens. [...] Er hat schier hundert jar Außgelaͤbt. [...] Nach Außgelaͤbtem alter / Wies alter überhin was.
Außlaͤben / Den lauff des laͤbens vollbringen vnd erfuͤllen.
Kummer, Erlauer Sp. (
m/soobd.
,
1400
/
40
):
Rubein, das du das jar nimmer auz gelebst.
2.
›etw. (z. B. einen harten Winter) überstehen, überleben‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  2.

Belegblock:

Dietz, Wb. Luther (a.
1532
).
3.
›das Leben beenden, sterben‹; resultativ zu 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  1,  5.

Belegblock:

Dietz, Wb. Luther (a.
1534
).