ausklopfen,
V.
1.
›etw. aus etw. anderem herausschlagen‹; spezialisiert: ›(ein Tier) kastrieren‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ; ,  7.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Jes.
66, 3
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
wer do slacht eyn vye, das ist als der deme hunde daz gehirne uzclopt.
Preuss. Wb. (Z)
1, 308
.
2.
›jn. unter Schlägen auf ein Schallbecken zur Stadt hinaustreiben‹; lt. Schwäb. Wb.
1, 480
eine „beliebte Form der Ortsverweisung von Weibern“.
Phraseme:
jm. die haut ausklopfen
›jn. prügeln‹.

Belegblock:

Diehl, Dreytw. Essl. Chron.
246, 22
(
schwäb.
,
1563
):
hat man des Wolffen Flener [...] seine dochter mit dem hencker hinaus gefiert, mit dem bekett
[›Schallbecken‹]
auskloffett, auch ann den branger gestelt.
Dietz, Wb. Luther
1, 171
.
3.
›durch Klopfen das Schlußzeichen zu etw. geben‹; im Bergwerk wurde den Bergarbeitern in der Grube durch Klopfen an die Hängebank das Zeichen zum Ausfahren gegeben.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  2.
Zur Sache: Veith, Bwb.
42
.

Belegblock:

Ermisch, Sächs. Bergr.
132, 5
(
osächs.
,
1499
/
1500
):
so sall kein hewer ausfarnn, es sey dan der ander wider am ort ader der steyger ausklopt.
Ebd.
192, 20
.
4.
›jn. plündern‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Preuss. Wb. (Z)
1, 308
(a.
1414
).