ausgiessung,
die
;
/auch
-Ø.
1.
›das Vergießen, Verströmen (z. B. des Blutes Christi)‹; metonymisch: ›Strom, Flut (des Meeres)‹; auch als Metapher für ›Geburt‹;
vgl.  1.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
wann in der ausgiessung der kinder das ein fúrbracht ein hand.
die ausgiessung des mers die erschinen.
Buijssen, Dur. Rat.
313, 8
(
moobd.
,
1384
):
welichew vordıͤnung chomen sind von auzgyezzung dez pluͤtes dez ungemailigten lampes.
2.
s.  2.
3.
›Verbreitung, Erguß; Ergebnis eines Vorganges‹;

Belegblock:

Höver, Bonaventura. Itin. A
106
(
moobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
als dann offenwar ist in der ausflyessumb oder ausgyessumb des lyechts.
Ebd.
2, 419, 2
(
1450
/
60
):
lautterheit vnd gůthait des willens, die da ist ain ausgiessung durch weis des wortes.
4.
›Ausgießung, Ausströmung (im Sinne der Mystik)‹;

Belegblock:

Höver, Bonaventura. Itin. B
406
(
moobd.
,
1450
/
60
):
mag auch kain ander ausgiessung groͤsser gedacht werden denn die, dar jnn das ausgiessent dem anderen, das da gegossen ist, sein selbs gancz substancz vnd natur gemainsam machet.
Ebd.
389
.