ausgäten,
ausjäten
(ersteres seltener),
V., unr. abl.
1.
›(Unkraut) ausreißen, jäten‹.

Belegblock:

Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
134, 3
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Man sol vnkrüt lange vßgeden / ee man es mochte verdiligen.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
6746
(
omd.
,
1338
):
Dor an hastu ubertreten | ‚und bist von Gote uz gejeten | Recht als ein schedeliches crut‘.
Koller, Ref. Siegmunds
90, 8
(Hs.
um 1475
):
man muß daz unkraut auß dem garten suchen und außgetten.
Luther. Hl. Schrifft.
Mt. 13, 29
(
Wittenb.
1545
):
Auff das jr nicht zu gleich den Weitzen mit ausreuffet / so jr das Vnkraut ausgettet.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
130, 33
;
Maaler
43r
;
Schwartzenbach
C iiijr
;
Schöpper
74b
.
2.
an 1. anzuschließen folgende Ütr.:
a) ›etw. entfernen‹.
Bedeutungsverwandte:
 3,  2,  1;
b) ›etw. beenden, aufheben‹.
Bedeutungsverwandte:
 458,  2,  28,  2;
c) ›etw./jn. vernichten, zerstören, ausrotten‹.
Bedeutungsverwandte:
 34810,  30,  3; vgl. ;
d) ›sterben‹.

Belegblock:

Schwartzenbach
A vir
(
Frankf.
1564
):
Abthun. Abstellen. Auffheben. Außtilgen. Außloͤschen. Außjeten. [...] Ein boͤsen gebrauch vnd herkommen abthun vnd auffheben.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
8, 6
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
das wir alle überflüssigkeit sullen ausreuten und ausjeten.
Gille u. a., M. Beheim
242, 69
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
dy [diebe] soltend ir [kaiser] auss jeten.
Adrian, Saelden Hort
1997
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
daz er den samen, | [...] | in Bethlehem der júdscheit | wolt mit dem tot us jetten.
v. Groote, Muskatblut
25, 124
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
du solt ouch fur vns treden wan wir sin ůsgegeten.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
10, 163, 11
(
Straßb.
1466
):
das er wider sy sendet ein here zů zerreiben vnd aus zegetten die krafft jsrahel.
Vetter, Pred. Taulers
98, 1
;
Adrian, a. a. O.
3850
.