auserlesen,
V., unr. abl.
1.
›jn./etw. auf Grund herausragender, positiv gesehener Qualitäten aus einer Anzahl vergleichbarer Personen / Sachen auswählen, aussuchen‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  1,  2,  3.
Syntagmen:
jn. für einen knecht a.
;
von tugenden auserlesen sein
;
auserlesenes volk, auserlesene gestalt / sele, auserlesener krieger / ritter / spruch / wagen.
Wortbildungen:
auserlesung
1.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
sprichet unser herre: ‘[...] ich hân iuch ûzerlesen ûz aller der werlt.
Wyss, Limb. Chron. (
mfrk.
,
1375
):
mit ses dusent rittern unde knechten ußerlesens volkes.
Hübner, Buch Daniel (
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Reine priestre ich wise | Diz weizine korn wesen, | Von Gote uz irlesen.
Luther. Hl. Schrifft.
2. Mose 14, 7
(
Wittenb.
1545
):
[Pharao] nam sechs hundert ausserlesen Wagen / vnd was sonst von wagen in Egypten war.
Ebd.
Ri. 20, 15
:
die Bürger zu Gibea / der wurden sieben hundert gezelet ausserlesen Man.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
aigen ausclaubt und außerlesen aus iren landen gestift krieger.
Helm, H. v. Hesler. Apok. ;
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel Var.;
Sappler, H. Kaufringer
16, 584
;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
228, 5
;
Dietz, Wb. Luther ;
2.
›jn. an Kindes Statt annehmen, adoptieren‹.
Bedeutungsverwandte:
 9; vgl.  2,  6.
Wortbildungen:
auserlesung
2.

Belegblock:

Voc. inc. teut.
b vijr
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Auserlesen p̃eligere. i. adoptare.
Maaler (
Zürich
1561
):
Außerlesung / so einer ein an kinds statt annem̃ẽ vnd außlesen wil. Adoptio.