ausdämpfen,
V.
1.
›etw. auslöschen, tilgen; (Feuer) ersticken‹.
Bedeutungsverwandte:
 1,  2.

Belegblock:

Schöpper
81b
(
Dortm.
1550
):
Extinguere außdempffen außloͤschen außtilgen
(Monosemierung von
extinguere
nicht eindeutig möglich; hier Interpretation als ›auslöschen‹; Interpretation als ›austrocknen‹ gerät in Konflikt mit
außlöschen
und
außtilgen
).
Schweiz. Id.
12, 1918
.
2.
›Dampf ausströmen, ausdampfen, ausdünsten‹; ütr.:
a) ›seine Kraft verströmen, vergehen, versiegen lassen‹;
b) ›jn. hinausjagen, vertreiben‹;
c) ›trocknen, abtrocknen‹.
Bedeutungsverwandte:
zu a)  1, , ; zu b)  3; zu c)  2,  3.
Wortbildungen:
ausdämpfung.

Belegblock:

Wagner, Erk. Ps.-J. v. Kastl
2, 52
(
nürnb.
,
1. H. 15. Jh.
):
In der still und in der hofnung wirt dein sterck. Wann wer vil redt, der dempft auß, ob er icht hat andacht in seiner sel, wer aber sweigt, des selben vernunft und verstantnuße wirt mer inwendig gegrundt.
Voc. Teut.-Lat.
c ijr
(
Nürnb.
1482
):
Ausdempffen. euaporare. inde euaporatõ. ausdempffung.
Maaler 39v/
40r
(
Zürich
1561
):
Außdaͤmpffen / Troͤchnen / abtroͤchnen. Vaporare, Exhalare. Etwardurch Außdaͤmpffen vnnd lufft haben. Interspirare. Einen Außdaͤmpffen / außfressen / das ist eim das sein abfressen vnd durchhin richten / das jm nüt überigs blybt. Exedere aliquem.
Rot
310
(
Augsb.
1571
):
Exhalirn, Außriechen / außdempffen / verriechen lassen.
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
387
;
Schwäb. Wb.
1, 461
;
Schweiz. Id.
12, 1918
.