ausörtern,
V.;
zu
mhd.
örtern
›etw. viereckig machen; etw. genau untersuchen‹
(Lexer
2, 172
).
1.
›einen Ort abstecken, etw. ausmessen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2, ,  1.

Belegblock:

Maaler
44r
(
Zürich
1561
):
Außoͤrteren / Angeben als ein bauw. Metari.
2.
in der Wendung
den regen a.
›den Regen in alle vier Himmelsrichtungen ausgießen‹.

Belegblock:

Dietz, Wb. Luther
1, 177
.
3.
›etw. ergründen, erörtern, diskutieren; verhandeln‹; Ütr. zu 1.
Bedeutungsverwandte:
 1,  26,  1011; vgl. ,  1,  1, .
Syntagmen:
einen auszug / artikel des glaubens, eine exception, ein werk a.
;
etw. am statgericht a., etw. mit vernunft a.
;
a., ob [...].
Wortbildungen:
ausörterung.

Belegblock:

Schwartzenbach
F iiijv
(
Frankf.
1564
):
Erlehrnen. Erkennen. Erspehen. Ersuchen. Ermessen. [...]. Außgruͤnden. Außoͤrtern.
Luther, WA
32, 64, 34
(
1530
):
Eß ist lautter stolcz und hochmut die artickel deß Glawbens awßorttern mit der vernufft.
Schade, Sat. u. Pasqu.
3, 155, 36
(
Regensb.
1524
):
so wer gůt gewesen, daß mans auch auß geörtert het, ob die badreiberin auch pfründ besitzen möchten.
Schwäb. Wb.
1, 494
;
Dietz, Wb. Luther
1, 177
.