auftrager,
aufträger
(letzteres vereinzelt),
der
;
–/-Ø.
1.
›Kellner, Mundschenk, derjenige, der Speisen und Getränke aufträgt‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Schultheiss, Achtb. Nürnb.
129, 15
(
nobd.
,
1403
):
H[einrich] weinkneht, dez Kuͦnigs auftrager, ist die stat verboten 3 jar.
Roder, Stadtr. Villingen
204, 26
(
önalem.
,
1622
):
es solle auch von dem würth oder dessen ufträgern aller wein und brot ordenlich ufgemacht [...] werden.
Brandstetter, Wigoleis
227, 9
(
Augsb.
1493
):
Wie aber kech keller aufftrager kamerwaegen [...] gescharet vnd gezieret waren.
Pfaff, Tristrant
138, 21
(
Augsb.
1498
):
kament dar die aufftrager und keller, darnach die yeger mit vil hunden.
Mollay, Ofner Stadtr.
179, 2
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
Dÿ leitgeben sullen iren tisch stecher Vnnd iren auf trager haben.
Schultheiss, a. a. O.
42, 10
;
127, 19
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 316
;
Bad. Wb.
1, 87
;
Schwäb. Wb.
6, 1549
;
Schweiz. Id.
14, 486
;
Rwb
1, 961
.
2.
s.  8.
3.
›Träger, Arbeiter, „der dem Wäscher das Seifenerz aufschüttet?“‹ (so das Glossar der Textausgabe, s. u., S. 285);
vgl.  13.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  1, .

Belegblock:

Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
20, 260, 12
Var. (
schles.
,
1528
; Var.
1791
):
dem wescher fur jede schicht 3 gr., dem trautreger (!) 2 gr.
[Abdruck des Überlieferungsträgers B:
Aufträger
].