aufsagung,
die
.
– Rechts- und wirtschaftsgeschichtliche Texte.
1.
›Kündigung (eines Rechtsverhältnisses)‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , .

Belegblock:

Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
224, 27
(
thür.
,
1474
):
ap dy uffsagunge bynnen beteydingeter zcyt geschen ist.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
241, 9
(
nobd.
,
1493
):
sollen wir solchs ye zu zeiten den pflegern und bawmeistern gemelter capellen ein virteil jars davor kundlich zu wissen tun und dan uf sant Jacobs tag schirsten nach der aufsagung denselben dazumalen bawmeistern [...] solchs abkaufgelt, darumb wir aufsagung getane hetten, mit allen versessenen zinsen und erlittenen scheden bezalen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
516, 22
(
m/soobd.
,
15. Jh.
):
zu was zeit aufsagung und losung der gueter geschehen sol.
Rwb
1, 933
;
Preuss. Wb. (Z) 1, 252.
2.
›Kündigung (einer vertraglich vereinbarten Leistung)‹;
vgl.  2.

Belegblock:

Schmidt, St. Kastorst.
2, 468, 26
(
mosfrk.
,
1465
):
darumb ir uns solich uffsagunge, smacheit und schaden gedaen habt.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
372, 25
(
nobd.
,
1514
):
wan wir solchen widerkauf tun wollen, sollen wir das ine ein virteyl jars vor ostern nechst nach der aufsagung ine solche zweinzig guldin kaufgelts sampt allen hinterstelligen zinsen [...] bezalen.
Rwb
1, 933
.
3.
›Verzicht auf etw.; Abdankung von jm.‹;
vgl.  3.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  3,  1,  1.

Belegblock:

Mollay, Ofner Stadtr.
58, 1
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
Von des Richters vnd Ratherren irer ampt auf sagung nach Iar frist.
Rwb
1, 933
.
4.
›Vorladung, Zitierung (vor eine Instanz)‹;
vgl.  4.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2.

Belegblock:

Rwb
1, 933
(a.
1578
).