aufhalt,
der
.
1.
›Erhaltung von etw.; Schutz, Hilfe, Unterstützung‹;

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 256, 24
(
um 1524
/
27
):
möchten wir sie [mess] in einen aufhalt brengen, so wer unser sau feist.
Rueff, Rhein. Ostersp.
277
(
rhfrk.
,
M. 15. Jh.
):
dar zu din gotlicher uffhalt | hat uns vor der eistlichen gestalt | der grymmigen dufeln woil behut.
2.
›Unterhalt, Nahrung, Speise‹;
vgl.  7.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  1.

Belegblock:

Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
7681
(
rhfrk.
,
um 1405
):
Er [fogel] dut sij verlieren durch yre doͤrheit | Den uffhalt yres lebens und lebelicheit.
3.
›Aufenthaltsort, Bleibe, Unterkunft‹;
vgl.  10.

Belegblock:

Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 118, 17
(
Mainz
1605
):
Die Herberg waren thewer, | Sie funden kein auffhalt.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
175, 20
(
smoobd.
, Hs.
18. Jh.
):
verbothen, frembdes gesindl [...] ohne gerichtlicher erlaubnus aufhalt und unterkommen zu geben.
4.
›Aufschub, Verzug, Hinhalten, Verzögerung‹;
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Pfeiffer, Frk.-bay. Landfr.
157, 6
(
nobd.
,
1393
):
kein macht, hinder dem landfried daran keinen ufhalt zu geben.
Dietz, Wb. Luther
130
;
Rwb
1, 875
;
5.
›Wesen, Charakter, Inhalt‹;
vgl.  28.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3.

Belegblock:

Jostes, Eckhart
2, 6
(
14. Jh.
):
Auz allen wesen so fluzzet di craft in di werk. Da von sint di drei person ein ufhalt der gotheit, und di drei person di geuzent sich in daz wesen der sel mit gnaden. Wan gotes wesen ist ein nachvolgen den person in daz wesen der sel, und ein wesen durchget daz ander alzumal.