auffarttag,
der
;
in etwa der Hälfte aller Belege abgeschwächt zu
aufertag
; in einigen Belegen
auffartag
(was als
auffar|tag
gewertet werden kann), einmal
auffurttag
(wohl Kontamination aus
auffur
und
auffarttag
), vereinzelt
auffartstag
(seit Ende 15. Jh.); die einzelnen Wortbildungsvarianten sind räumlich nicht voneinander abgrenzbar.
– Vorw. obd.
sehr vereinzelt: ›Tag der Himmelfahrt Christi‹; in der Regel: ›Himmelfahrtstag (als Gedenktag für Christi Himmelfahrt)‹;
zu  6.
Zur Sache: LThK
5, 358
-363 (s. v.
Himmelfahrt Christi
); TRE
15, 330
-341 (s. v.
Himmelfahrt
).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  7, (
die
).
Syntagmen:
den a. aufsetzen / eren / feiern
;
am a. arbeiten / etw. tun / gen himmel faren, etw. zu dem / an dem / vor dem a. geschehen
;
a. des herren
(häufig);
heiliger a.
;
sontag vor / nach dem a.

Belegblock:

v. Groote, Wierstraat. Bel. Neuß
2492
(
Köln
1497
):
wat vort geschach, | all vp vns heren vpfartz dach.
Rupprich, Dürer
1, 30, 144
(
nobd.
,
1524
):
zu mittags des negsten freitags vor unsers Herrn Auffartstag.
Vock, Urk. Hochst. Augsb.
106, 35
(
schwäb.
,
1313
):
Geben ze Dilingen ..., an dem ufferttak, als uͤnser herre ze bymel fuͤr.
Jaspers, St. v. Landskron
173r
, 10 (
Augsb.
1484
):
Am auffertag das er gen himel gefaren ist.
Chron. Augsb.
2, 29, 28
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
an suntag vor dem auffertag da kam ain schöner liechter stern an dem himl.
Ebd.
354, 15
(
1448
):
denselben Neninger an dem hailigen uffartage durch unsern hailigen vatter den baubst zu byschoffe genommen.
Barack, Zim. Chron.
2, 177, 37
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
uf den uffart dag, so man umb den esch pfligt zu reiten.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
206, 12
(
noobd.
,
1326
):
daz wir an dem aufferttag unsers herren alle jar ain phunt Hallaer tailen sulen.
Chron. baier. Städte. Regensb.
25, 5
(
noobd.
,
1514
):
wie alle jar zum auffurttag geschicht.
Buijssen, Dur. Rat.
22, 21
(
moobd.
,
1384
):
zw der zeit, die ist von dem suntag, do dıͤ judenchinder Christo enkegen giengen oder gegangen sind unczen auf den auffertag oder ann phingsttag.
Werbow, M. v. Amberg. Gew.
851
(
omd.
/
oobd.
,
v. 1382
):
Die noch geschribene tage alz sie von ersten die heiligen vetern auf geseczt sein worden: Cristag, jartag, obersten, ostertag montag und dinstag dornach, auffertag, pfingsten.
Leidinger, V. Arnpeck
688, 46
(
moobd.
,
v. 1495
):
am lesten tag des monats Maii, der was am auffartag.
Keil, Peter v. Ulm
111
;
Chron. Nürnb.
5, 564, 12
;
Sachs
17, 246, 11
;
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 267, 2
;
2, 405, 15
;
Merk, Stadtr. Neuenb.
51, 5
;
Koller, Ref. Siegmunds
51, 4
;
332, 11
;
Chron. Augsb.
1, 39, 16
;
2, 3, 12
;
87, 10
;
4, 28, 3
;
392, 21
;
5, 54, 3
;
6, 65, 2
;
8, 103, 18
;
Memminger Chron. B
14, 8
;
Hauber, UB Heiligkr.
1, 322, 30
;
Bastian u. a., Regensb. UB
366, 12
;
Buijssen, a. a. O.
31, 32
;
Leidinger, a. a. O.
638, 38
;
Turmair
5, 142, 13
;
Thiel u. a., Urk. Münchsm.
180, 7
/8;
Piirainen, Stadtr. Sillein
38b
, 24;
Preuss. Wb. (Z) 1, 229;
Schwäb. Wb.
1, 376
.