aufblähen,
V.
›aufschwellen, anschwellen, sich ausdehnen; etw. zum Schwellen bringen, anschwellen lassen‹; ütr.: ›sich aufblähen, sich wichtig machen, überheben‹ (dazu als part. Adj.:
aufgebläht
).
Wortbildungen:
aufblähung
(›Schwellung, Tumor‹, dazu bdv.: vgl.  1; auch für eine aus dem Beleg nicht identifizierbare Krankheit, wohl Flatulenz; ütr. für eine aufgeblähte Lehre).

Belegblock:

Schöpper
19a
(
Dortm.
1550
):
superbire stoltzieren hochtraben sich breit machen prangen auffschwellen schwantz vffwerffen den kam vffrichten sich vff blähen sich auffbruͤsten hochfart treiben sich vbernemen vberheben vffblasen.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
118, 13
(
Frankf.
1535
):
Der steyn Chrisolitus [...]. So er durchloͤchert würt vnnd [...] an den lincken arm gehencket / so vertreibt er die melancholischen boͤse vffbleung.
Luther. Hl. Schrifft. 1. Cor.
4, 18
(
Wittenb.
1545
):
Es blehen sich etliche auff.
Ebd. 2. Cor.
12, 20
:
das nicht hadder / neid / zorn / zanck / affterreden / ohrenblasen / aufblehen / auffrhur da sey.
Gille u. a., M. Beheim
286, 66
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
fraw Eva furt ain swert, waz schnat, | da sy sich in der sund auff plat.
Wagner, Erk. Ps.-J. v. Kastl
11, 15
(
nürnb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Das leben hie aufpleent die pradem, es swechent die smerczen, es derrent die hiecz.
Sudhoff, Paracelsus
7, 223, 29
(
1529
):
die [krankheiten] mit schwammen [...] aufgen, die mit wasser, eiter etc. sich aufpleent.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 19, 5
(
Straßb.
1466
):
das do mer ist jch muͦß schier reden aus eim auffgepleten magen.
Ebd.
3, 35, 10
:
auff das ich etwas werd ausgiessen vngeschickt von der aufpleunge hermagore.
Maaler
31r
(
Zürich
1561
):
Aufblaͤyen / Geschwullen machen. [...]. Aufblaͤyung (die) Tumor, Inflatio.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
327, 20
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
darumb sol man winterszeit die eüßlähn aufhacken wo sich das wasser aufpläet.
Adrian, Saelden Hort
10803
;
Dietz, Wb. Luther
123
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
369
.