aufbereiten,
V.
1.
›etw. errichten, aufbauen, montieren‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
118, 36
(
tir.
,
1464
):
da sach er auf peraiten ainen sicz stuel von ëtleichen jungen menschen.
Schweiz. Id. (a.
1405
).
2.
›(gewonnene Erze durch mechanische Mittel wie Scheiden, Pochen, Waschen) bearbeiten, zurichten, aufbereiten‹. – Omd.; bergbaugeschichtliche Quellen (im , a. 1563, rhfrk., wird
aufbereiten
in der allgemeinen Bed. ›etw. aufarbeiten‹ belegt).

Belegblock:

Löscher, Erzgeb. Bergr.
90, 20
(
omd.
,
1548
):
ob man von derselben zechen puche ader aufbereite, zwitter fuhre ader schmelcze.
Weizsäcker, Graupn. Bergb.
187, 16
(
osächs.
,
1545
):
Doch was uff dem berg gewunnene zwitter, auch in der moll weren, auch affter, krez, slacken ader anders, doraus man zin mocht machen, das ßol beiden tailen zugutt aufbereitt werden.
Ebd.
66, 5
(
1547
):
zugesoget also vil zwitter, als uff sein teil von der zache uff den erstern haue gewonen werden, sol er ganz frei aufbereiten vor Jorge Gerbers mole.
Löscher, a. a. O.
64, 19
;
Weizsäcker, a. a. O.
113, 9
;
3.
›jn. in bestimmter Weise zurechtmachen, aufputzen, ausstatten‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Adrian, Saelden Hort
2825
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
daz kint was zuhtig und nit ze balt, | gar nahwunsch wol gestalt | und uf berait nach welschen sitten.
4.
›sich zu etw. rüsten, aufmachen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Adrian, Saelden Hort
1960
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
si sprach: ‘dich uf berait! | nim din kint, liebú muͦme!
Ebd.
2004
:
wie er sich uf beraite | und die clag hin gelaite.
5.
›etw. stiften, vermachen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6,  8.

Belegblock:

Fuchs, Murner. 4 Ketzer
965
(˹wohl
Straßb.
˺
1509
):
Was ir dorinnen vffbereit, | Das ist doch goͤttlich angeleit.