armror,
das
;
-/-en
(+ Uml.).
1.
›Armröhre, Armschiene (an der Rüstung)‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
357, 30
(
preuß.
,
1488
):
2 paer hentschue, item 1 paer armrorenn.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1504
):
die man mit schonem harnasch und armroͤrn und kniepukeln.
Zingerle, Inventare (
tir.
/
vorarlb.
,
1464
):
vi parr vnderpainrör viii parr armrörr.
Ebd. (
1465
):
vil plechhantschuch, aremroren, spongrell v̈ber die agschel.
Ziesemer, a. a. O.
556, 7
;
Matzel, in: Sprachw.
10, 1985, 370
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 13
.
2.
wohl ›Armknochen‹, im Beleg
V. Anshelm
als Reliquie erwähnt.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Mylius (
Görlitz
1577
):
Vlna Das grosse armroͤr. Radius Das klein Armroͤr.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
wie vor etlich Tuͤtsche koufluͤt ouch ein armror zuͦwegen gebracht haͤtten.
3.
wohl ›röhrenförmiges Eisenstück, um die Arme damit festzuschließen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Schwäb. Wb. (a.
1540
); Belege auch s. v.  1.
4.
wohl auch: ›Armreif, Armschmuck‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1, .

Belegblock:

Voc. Teut.-Lat.
b vjv
(
Nürnb.
1482
):
Armrore. brachiale. [...] ornamẽtũ brachij.