armenkaste,
der
.
1.
›Opferstock, in Kirchen aufgestellter Behälter für Geldspenden‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Goertz, Liturgie.
1977, 345
.
2.
›wohltätige Einrichtung, in die Einkünfte z. B. kirchlicher Stiftungen zusammenflossen und aus der die Armen unterstützt wurden, aber auch Geistliche, Lehrer finanziert und kirchliche Gebäude unterhalten werden konnten‹; vgl. (Adj.) 1; Metonymie zu 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.
Wortbildungen:
armenkastenpfleger
,
armenkastenrechnung.

Belegblock:

Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 88, 32
(
schwäb.
,
1561
):
die armencasten- und waisenrechnung anzuhören.
Ebd.
199, 13
(
1611
):
so oft soll er in armenkasten oder heiligen einen schilling zu erstatten schuldig sein.
Rechn. Kronstadt
3, 307, 23
(
siebenb.
,
1547
):
fl. 300, [...], welche stet plaiben vnd angelacht sollen werden, den Armen kasten czu erhalten.
Aubin, Weist. Hülchrath
209, 38
;
Wintterlin, a. a. O.
200, 26
;
Rechn. Kronstadt
3, 81, 21
;
Dietz, Wb. Luther
116
;
Rwb
1, 827
.