armagnaken,
arme jacken,
arme gecken
u. ä.,
pl. t.;
aus
Armagnacs
, möglicherweise unter Anlehnung an
Jack
(=
Jakob
) (so ).
›Söldner aus Armagnac; raubend durch die Lande ziehende Söldner‹; die Armagnaken, ursprünglich der Kern der von Graf Bernhard VII. von Armagnac befehligten Truppen, kämpften später als ruchlos gewordene Söldner gegen die Schweizer (Schlacht bei St. Jakob an der Birs 1444) und im Südwesten Deutschlands (bis 1445); anschließbar an (Adj.) 4 und v. a. an
arm
(Adj.) 5.
Wortbildungen
armjackenfischerei
(ohne Angabe von Bedeutung und Beleg:
Rwb
1, 829
, a. 1502). – Vgl.
Wackernagel, in: Germania
5, 1860, 345
.

Belegblock:

Chron. Mainz
1, 156, 15
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
da quam der delfant von Frankrich mit großem volk, daz man nante die arme jacken.
Chron. Nürnb.
4, 162, 11
(
nobd.
,
15. Jh.
):
da komen die armen gecken in das lant gen Basel.
Chron. Augsb.
1, 224, 19
(
schwäb.
,
15. Jh.
):
dau kam die gesöllschafft, die man ietz heyst die armen iäcken, an dem Rein auf und ab und tötten groß schäden.
Chron. Nürnb.
4, 23, 19
;
2, 400, 13
;
Schwäb. Wb.
1, 318
.