arbeitseligkeit,
die
;
-Ø/–
.
1.
›Mühsal, Not, Elend, bedauernswerte Situation‹; speziell: ›Gefangenschaft‹; ›Erlösungsbedürftigkeit‹; ›Übel, dem j. verfallen ist‹; offen zu 2;
Beleghäufung für das Wobd.
Bedeutungsverwandte:
1, , (
der
) 1; 4; 6, 1, 2, (
der/das
) 2, 1.
Syntagmen:
die a. ansehen / wissen
;
der a. zu hilfe kommen
;
in a. sein / fallen / verharren, jn. in a. bringen, sich von der a. entledigen
;
a. der hexerei
;
bürde der a.
;
grosse a.

Belegblock:

v. Keller, Amadis (
Frankf.
1571
):
daß gedrungene liebe, nicht liebe ist, sonder arbeitseligkeit vnnd schmertzen.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
daz nieman weiss die grossen erbetselikeit, dú mengem menschen erahtet ist.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
; Var.
Augsb.
1507
/
18
):
ich bin bekert in meiner iamerkeit
[OOa:
arbaitselikait
]
die weyl das der dorne stichet.
Reu, Süddt. Kat.
1, 369, 47
(
Straßb.
1532
):
müssen wir vns bekennen, alle die von Adam kommen seind, das wir an den gebotten Gottes schuldig bleibend [...] müßtend auch daran verzagen [...], wo nit die barmhertzigkeit Gotts vnserer arbeitseligkeyt zuhilff käme.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag A
2r, 16
(
Zürich
1521
):
so sy aber mich ein bronnen aller menschlichen glücksaͤlikeit / von jnen tryben / vnd jnen selbs den fluß alles schaden vnd arbeitsaͤlikeit beruͤffen / So muͦß ich mee beweinen jren schaden.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern (
halem.
,
1600
):
wie häfftig die arbeitsäligkeit der hexery by iren underthanen welschen landts inrysst.
Ruh, Bonaventura
343, 23
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
in diser bitterkait sol sin [...] begerung der artznyen vmb der nechsten arbeitseligkait.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
ist guetlichen zu glauben, Got hab ir unschuldt und arbaitselligkait
[Ankettung im Turm]
angesehen.
Als er aber etliche jar in sollicher arbaitselligkait
[›Gefangenschaft‹]
verharrt.
Fischer, Eunuchus d. Terenz (
Ulm
1486
):
die magt thuͦt mer verkünden die arbaitselligkait deß Jünglings. dann wider in zezürnen.
2.
s. 2.