anwende,
die
.
1.
wohl ›Grenzrain, Grenzstreifen eines Ackers‹;
zu  1.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2;  1.
Wortbildungen:
anwendestük
›Grenzstück‹.

Belegblock:

Welti, Urk. Rheinfelden
154, 11
(
halem.
,
1412
):
an der obern matten, lit zwuͥschent den zwein Meͣlin; ab (!) der strasse an der anwende nebent Joͤcken guͦt von Meli.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
344, 36
(
smoobd.
,
1588
):
wer aber auf seinen anwenden vich an dem strick halten will.
Rwb
1, 777
;
Pfälz. Wb.
1, 298
.
2.
›Schmalseite des Ackers, die zum Wenden des Pfluges benutzt wird‹;
vgl.  2.
Zur Sache:
Hrg
1, 191/92
s. v.
Anwenderecht
.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
441, 31
Var. (
m/soobd.
, Hs.
18. Jh.
):
soll sich jeder hüeten, daß er nicht über die zustandige marchen zeint, dardurch die anawend seinen nachbohren mindre.