antern
(bair. auch
äntern
belegt)
V.;
auf Sp. 1037 falsch (!) zu
2
gestellt;
gehört zu
ahd.
antharôn
›nachahmen‹
(Splett, Ahd. Wb.
1, 543
; Schmeller/F.
1, 114
; Schweiz. Id.
1, 349
; Öst. Wb.
1, 258/59
).
›jn. nachahmen, imitieren‹.
Bedeutungsverwandte:
 1; vgl. (V.) 1.
Wortbildungen
anterer
›Imitator‹ (dazu bdv.: ),
anterung
›Imitation von jm.‹ (dazu bdv.: , , ).

Belegblock:

Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
199, 12
(
oobd.
,
1349
/
50
):
er [heher] äntert all ander vogel mit der stimm, alsô daz er sein stimm anderr vogel stimm geleicht.
Maaler
18r
(
Zürich
1561
):
Der leüten gebarden andteren / anmassen / nachthun.
Ebd.
27v
:
Ein redner Anteren / Eim redner geleych thun [...]. Einen Anteren / reden wie ein ander.
Henisch
76
(
Augsb.
1616
):
Andterer / imitator, andterung / nachthuung / imitatio.
Voc. Teut.-Lat.
b iiijv
;
Maaler
12v
;
34r
;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß
10
;
Öst. Wb.
1, 259
;
Schmid, R. Cysat
6, 6
.