anstiften,
V.
1.
›etw. (das negativ bewertet wird) anstiften, anzetteln, verursachen‹; seltener: ›jn. zu etw. (positiv Bewertetem) anhalten‹.
Vorw. obd.
Wortbildungen:
anstiftung
(dazu bdv.: vgl.  1,  4, , ,  3).

Belegblock:

Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
2, 110, 26
(
Straßb.
1522
):
unwissend, was fuͤr Tuͤck sie angestifft hatte.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew.
26, 13
(
Straßb.
1650
):
daß sie nichts nutzen, als nur stetigen Zanck vnd vnfug vnter vns anzustifften.
Rauwolf. Raiß
6, 27
([
Lauingen
]
1582
):
alß sich [...] vil vnnd lange Krieg / fürnemlich auß anstifftung Bapst Alexandri des dritten erhuͦben.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
501, 10
(
m/soobd.
,
16.
/
17. Jh.
):
das si die kinder der gemain zu nuz allerlai erbare hantwerch lehrnen lassen und bei zeiten anstiften.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 327, 58
;
Goldammer, Paracelsus
6, 92, 18
;
Schöpper 2b;
Schmid, R. Cysat
6, 6
;
Schweiz. Id.
10, 1474
;
Rwb
1, 742
.
2.
›etw. stiften, gründen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6,  8.

Belegblock:

Thür. Chron.
14v
, 10 (
Mühlh.
1599
):
Zu der zeit ward Anthoni Orden angestifftet.