anstecken,
V.,
auch rückuml.
1.
›etw. festheften, feststecken; etw. in etw. hineinstecken; jm. etw. (z. B. einen Ring) anstecken‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6 (zu letzterer Variante).

Belegblock:

Goldammer, Paracelsus
5, 249, 3
(
1530
):
so ist ein ursach diser schlussel, uf den gewart mus werden, bis er angesteckt wird.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
dú sehte stakte ir ain guldin vingerlin an.
Maaler (
Zürich
1561
):
Anstecken zebraaten / an spiß stecken. [...]. Ring mit edelgestein Anstecken.
2.
›etw. (z. B. ein Haus) anstecken, anzünden‹;
feuer anstecken
›Feuer legen‹.
Bedeutungsverwandte:
 2, , ; vgl.  3.
Wortbildungen:
ansteckung.

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
Jer. 17, 27
(
Wittenb.
1545
):
So wil ich ein Fewer vnter jren Thoren anstecken / das die Heuser zu Jerusalem verzeren / vnd nicht gelescht werden sol.
Maaler (
Zürich
1561
):
Anstecken / Mit feüwr verderben. [...] Ein hauß Anstecken / feüwr einlegen zeverbrennen.
3.
›etw. (Behälter) anstechen, anzapfen‹; lautliche Beeinflussung durch
anstechen
(Bed. 1).

Belegblock:

4.
›etw. anfüllen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .
Syntagmen:
den korb a.

Belegblock:

5.
›jn. betrügen‹.

Belegblock:

6.
›jn. infizieren‹ (von Krankheiten, Seuchen gesagt).
Bdv: vgl.  4, .

Belegblock:

Perez, Dietzin
2, 540, 2
(
Frankf.
1627
):
es lige einer ewerer Gesellen an der jetzt regierenden ansteckendten Seuche in dem Bett toͤdtlich kranck.