anschlaufen,
anschläufen,
V.;
zu
mhd.
sloufen, slöufen
(Lexer
2, 986
/87).
1.
›jn. ankleiden, jm. Kleider anziehen; etw. einpacken, verpacken‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok.
15651
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Wirt Elyas unde Enoch | [...] | Predigen der diete, | Beide angeslouft mit secken.
˹Ütr.: Ebd.
17206
:
Daz die mechtige sache | Sloufte sich an so swache | Durch willen siner hantgetat | Mit unser menschlicher wat | Und die marter drinne leit
˺.
Löffler, Columella/ Österreicher
2, 25, 15
(
schwäb.
,
1491
):
soͤllen die band in saltz und essich getruckt hin zuͦ thun werden und wiert der selbig fuͦß an geschlefft mit der sockenlen
[der kranke Fuß des Ochsen wird mit erdiger Masse verpackt].
˹Phrasematisch: Ebd.
1, 327, 9
:
die da allweg das ander jǎr mit der frucht angeschlefft werden
[›Frucht tragen‹]˺.
2.
›(Bäume) pfropfen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. .

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
104, 3
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Die dritte art zu propfen nennet man das anschleufen mit rörlein oder pfeiflein
[Sachbeschreibg. ebd.];
vgl. dazu auch Eis, Gottfr. Pelzb.
120
f.