anschiften,
V.;
zu
mhd.
(-)scheften, (-)schiften
(Lexer
2, 682
).
1.
›etw. feststecken, befestigen, anfügen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1, .

Belegblock:

Zingerle, Inventare
77b, 2
(
tir.
/
vorarlb.
,
1429
):
ain trühel mit langen, angeschifften pfeilen auf eyben.
Schwäb. Wb.
1, 252
.
2.
›jn. zu etw. veranlassen, anstiften‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.
Wortbildungen:
anschiftung
(dazu bdv.: vgl. ).

Belegblock:

Barack, Zim. Chron.
1, 61, 37
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Er wardt durch anschiften des abts in der Reichenow befragt, was er alda thet.
Ebd.
160, 24
:
Rudolfen von Schwaben, der wider gedachten kaiser zu ainem römischen könig durch pratiken und anschiftung des pabsts Hiltenprands erwellet war.
Ebd.
2, 204, 32
:
[es ist ir] durch anschiften schenk Eberharts sovil widerdriess [...] begegnet.
Chron. Augsb.
8, 154,
Anm. 2;
Schwäb. Wb.
1, 252
.