ansager,
der
;
-s/-Ø.
1.
›j., der eine Unregelmäßigkeit anzeigt‹;
vgl. (
der
1,  1.

Belegblock:

Chron. Augsb.
7, 498, 36
(
schwäb.
, zu
1563
):
soll dem ansager der dritt thail der verwirckten puͤß verfolgen und zuͤgestellt [...] werden.
Schwäb. Wb.
1, 250
;
2.
›Gewährsmann (vor Gericht), Zeuge‹;
zu (
der
2; vgl.  3.
Bedeutungsverwandte:
(
der
1, .

Belegblock:

Vock, Urk. Hochst. Augsb.
268, 37
(
schwäb.
,
1386
):
die all der sach ziuͤg und ansager sind.
Vock u. a., Urk. Nördl.
195
;
Rwb
1, 709
.
3.
›j., der etw. registriert und amtlich meldet‹, z. B. ›j., der den Warenverkauf meldet‹; ›j., der an der Maut die ausgelieferte Salzmenge ansagt‹;
vgl.  5.

Belegblock:

Müller, Welthandelsbr.
291, 16
(
schwäb.
,
1514
/
15
):
das zustund in des ansagers present(z) ein in des rex puech geschriben werd.
Patocka, Salzwesen.
1987, 278
(
oobd.
,
1595
):
Zum handl sein Zwen aufhaber, / Geben Jr acht auf den Ansager.
4.
›Büttel, j., der andere amtlich zu bestimmten Handlungen auffordert‹;
vgl.  7.
Bedeutungsverwandte:
1
 4,  6.

Belegblock:

Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
129, 35
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
Wann ainer von dem richter, ambtmann oder ansager gefordert wierdt zu hilf zu komben.
Ebd.
132, 8
;
Rwb
1, 709
.