anrede,
Adj.
– Wobd.
1.
›geständig, bereit, etw. einzugestehen‹.
Bedeutungsverwandte:
 5,  2,  5; vgl. ,  2.
Gegensätze:
vgl. (Adj.) 2.

Belegblock:

Tobler, Schilling. Bern. Chron.
2, 257, 12
(
whalem.
,
1484
):
Des waren aber die von Strasburg nit anred.
Welti, Stadtr. Bern
604, 24
(
halem.
,
1539
):
einer, so einer schuld gichtig vnnd anred ist.
Ebd.
648, 17
:
ob der verclagt nit anred ist.
Merz, Urk. Lenzb.
103, 15
(
halem.
,
1561
):
ob er der worten gestendig vnd anred oder ob er sich selbiger könne oder wölle entsagen.
Merz, Urk. Wildegg
156, 9
;
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
45, 36
;
714, 14
;
Qu. Schweiz. Gesch.
1, 96, 11
;
Tobler, a. a. O.
2, 203, 4
;
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 95, 40
;
Maaler
24v
;
363v
;
Schwäb. Wb.
1, 246
;
Schweiz. Id.
6, 542
;
Rwb
1, 701
.
2.
›zu etw. bereit, willens‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3,  3.

Belegblock:

V. Anshelm. Berner Chron.
5, 292, 7
(
halem.
,
n. 1529
):
Si, Ure und Swytz, sîen noch nit anred, ums glowens willen niemand anzefechten.