anrürung,
die
.
1.
›Berührung, das Anrühren von jm./etw.‹; in der Fachsprache der Mathematik: ›Berührungspunkt‹;
zu  1.

Belegblock:

Buijssen, Dur. Rat.
280, 6
(
moobd.
,
1384
):
Daz sechst, samb dyͤ anruerung, bedewtt dyͤ sechst zeit sam von der puͤrd Christi uncz zw dem ent der werlt.
Steer, K. v. Megenberg. Sel
505
(Hs. ˹
moobd.
,
1411
˺):
was die aussern sinn begreiffent, als sehen, hoͤren, kosten, smekchen vnd mit anruͤrung, das greiffen haist.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
188, 17
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
solle die gesambte burgerschaft [...] mit anrierung des gerichtsstaab wie von alters herkomen ist aidbintig das gelib thuen.
Maaler
25r
;
Reiner, Terminologie math. Werke.
1960, 51
.
2.
›Antrieb, bewegende Kraft, Anstoß, innere Berührung‹;
vgl.  5.

Belegblock:

Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
1, 58
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
weliche anruerung die menschen vnd grosleich die geistleichen menschen entpfindent.
Ebd.
2, 14
:
chert daz gemuͤt oft dew gedaͤchtnuͤss mit ainr haimleichen anruerung zü dem oder zü dem ding.
Ebd.
11, 2
f.:
ob in vns sey dew lieb oder ob wir von vͤbernatuͤrleicher anruerung wern angetriben.
Ebd.
11, 20
:
welhew volchomne anrwͤrung des menschen sey von der habung der gewunnen lieb.
Ebd.
1, 40
;
2, 58
.
3.
›Erwähnung, Behandlung von jm./etw.‹;
zu  7.

Belegblock:

Schmid, Pilgerreisen.
1957, 404
.