anmächtig,
Adj.;
vgl. .
1.
›ohnmächtig, bewußtlos‹;
zu  1.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
4, 313, 14
(
nobd.
,
15. Jh.
):
das er als pald von der laitern viel und wurd von stank anmechtig.
Ebd.
313, 19
:
und [er] wurd auch onmehtig.
2.
›entkräftet, erschöpft, schwach (im körperlichen Sinne)‹; auch ütr.: ›machtlos‹;
zu  2.

Belegblock:

Mathesius, Passionale
54r, 8
(
Leipzig
1587
):
er ist Arm / Elend vnd Ahnmechtig in vnserer Kranckheit vnnd Schmertzen worden.
Sachs
13, 544, 26
(
Nürnb.
1559
):
Mein kelen ich mir selb abschneidt | Und auff meins herren brust hin-sanck, | Abkrefftig, ahnmechtig und kranck.
Turmair
5, 350, 13
(
moobd.
,
1522
/
33
):
das der kaiser, der manlichist helt, [...] eines ânmechtigen pfaffen lehenman solt sein.
Dietz, Wb. Luther
1, 91/92
.